W-LR-1 Tim Achtermeyer

Ihr Lieben, 

Wow, was ein Ergebnis bei der Europawahl. Klimaschutz ist in seiner Bedeutung in der Bevölkerung angekommen und über 20 % der Wähler*innen haben uns ihr Vertrauen geschenkt. Neben großer (fast ungläubiger) Freude bedeutet das vor allem eins: Arbeit. 

Die Bedeutung des Klimaschutzes wird deshalb so hoch eingeschätzt, weil die Erderhitzung spürbar wird. Unsere Antworten müssen realistisch ausfallen; und das bedeutet in diesem Zusammenhang: radikal. Es bleibt kaum noch Zeit. CDU, SPD und FDP suggerieren, Klimaschutz könne konfliktfrei gestaltet werden. Diese Möglichkeit ist längst verstrichen. Im Konsens werden wir die Klimakrise nicht aufhalten. Ein Diskurs von allen Ebenen von der Kommune bis zur Europaebene ist daher umso notwendiger. Dafür ist der Länderrat das passende Gremium, in dem ich auch eine Stimme der kommunalen Ebene sein möchte.

Wenn sich dieser politische Trend auch nur halbwegs bei der nächsten Kommunalwahl und bei anderen Wahlen niederschlagen wird, stehen wir als Partei auch personell vor großen Herausforderungen. Obwohl wir wachsen, sind wir verglichen mit den Umfragewerten eine kleine Partei. Bei den nächsten Kommunalwahlen müssen wir daher die Kompetenzen von allen Ebenen anzapfen; wir müssen uns stärker strukturell austauschen. Das gilt nicht nur für Programme und Ideen, sondern bei Personalia, wie beispielsweise Dezernent*innen. Hier brauchen wir die Kompetenz und Erfahrung aller Landesverbände. 

Die Europawahl wird die Partei verändern. Unsere Themen sind in weiten Teilen der Bevölkerung angekommen; von links bis bürgerlich. Unsere Parteistrukturen sind noch auf eine kleine Partei ausgelegt; uns fehlen Strukturen der Vernetzung und der internen Organisation. Gerade bei der kommunalen Ebene haben wir dort Nachholbedarf, den wir nur gemeinsam mit allen Ebenen erreichen können. Aber: Wer die Welt retten will, der schafft die Gestaltung der Veränderung der Partei doch…. genau: mit links!

Dafür bitte ich um euer Vertrauen, 

Euer Tim.

Biografie

  • Wohnt und lebt im schönen Bonn
  • Studiert Politikwissenschaft im Master
  • ist seit 2014 Stadtverordneter im Rat der Bundesstadt Bonn
  • ist seit 2015 Schulausschussvorsitzender der Bundesstadt Bonn 
  • war bis Oktober 2018 Sprecher der Grünen Jugend NRW

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